Über uns
Kein Team-Porträt, sondern eine Beschreibung des Systems: wie gehandelt wird, wie das Risiko begrenzt ist und welche Entscheidungen bewusst gegen die eigene Außenwirkung getroffen sind.
Was gehandelt wird
Wir betreiben ein Portfolio aus mehreren voneinander unabhängigen Strategien über verschiedene Anlageklassen hinweg: Trendfolge auf Aktienindizes, auf Gold und auf einem Währungspaar, dazu eine adaptive Mean-Reversion, die innerhalb des Tages auf EUR/USD arbeitet. Die Strategien folgen unterschiedlicher Logik und laufen deshalb nicht im Gleichschritt – das ist der eigentliche Zweck der Zusammenstellung.
Regeln statt Ermessen
Jeder Ein- und Ausstieg folgt Regeln, die vorher feststehen: Ausbrüche über eine Kursspanne der letzten Wochen, Kreuzungen gleitender Durchschnitte, Stopps im Abstand eines Vielfachen der durchschnittlichen Schwankungsbreite. Im laufenden Handel wird nicht nachjustiert.
Die Konfiguration jeder Strategie liegt an genau einer Stelle im Quelltext. Der laufende Betrieb, die Auswertung und jeder Rücktest lesen dieselbe Datei. Damit lässt sich jeder Trade im Nachhinein auf die Regel zurückführen, die ihn ausgelöst hat – und ein stiller Auseinanderlauf zwischen „getestet" und „gehandelt" kann nicht entstehen.
Wie das Risiko begrenzt wird
- Verteilung nach Risiko, nicht nach Kapital. Das Gewicht einer Strategie ist umgekehrt proportional zu ihrem historischen Rückgang; keine einzelne Strategie erhält mehr als 30 % des Portfolios. Ohne diesen Deckel konzentriert sich die Allokation auf die ruhigste Vergangenheit – und genau die war in unseren Tests der Verursacher des größten Rückgangs.
- Risikostufen sind Drawdown-Stufen. Die Stufen sind nicht als Renditeversprechen definiert, sondern über den Rückgang, den sie anstreben – von etwa 5 % bis etwa 16 %. Die Wahl der Stufe ist die Wahl des Verlusts, den man aushalten will.
- Sicherheitsabschlag auf den Hebel. Der Hebel wird auf 75 % des Stufenziels kalibriert, weil der historische Rückgang das tatsächliche Randrisiko regelmäßig unterschätzt.
- Stopps folgen der Marktbewegung. Stoppabstände liegen bei einem Vielfachen der durchschnittlichen Schwankungsbreite. In engen, richtungslosen Phasen werden sie automatisch verbreitert – was die Positionsgröße entsprechend verkleinert.
- Nachkäufe nur im bestätigten Trend. Aufstockungen sind erst ab einer Trendstärke (ADX) von 30 erlaubt. Ohne diese Bedingung entstanden die Nachkäufe im Fehlausbruch.
- Pausen und Risikoreduktion. In der Intraday-Variante der Index-Strategie setzt nach drei Verlusten in Folge eine Zwangspause ein, und ab 10 % Rückgang wird das Risiko je Geschäft halbiert.
- Bekannte Ereignisse werden ausgelassen. Am Tag des US-Arbeitsmarktberichts handelt die Intraday-Strategie nicht. Diese Tage waren in der Auswertung über Jahre hinweg negativ, während der Rest positiv blieb.
Betrieb und Überwachung
Das System läuft rund um die Uhr auf einem Server innerhalb der EU und prüft alle zehn Sekunden Marktlage und offene Positionen. Jeder Durchlauf schreibt ein Lebenszeichen mit Laufzeit, Dauer und letztem Fehler; bleibt es länger als zwei Minuten aus oder antwortet der Handelsplatz nicht, schlägt die Statusseite um – dieselbe Quelle, die auch uns alarmiert. Störungen und Handelsereignisse gehen als Push-Meldung auf die Geräte des Betreibers.
Der Zustand wird stündlich gesichert, 48 Stände bleiben vorgehalten, damit ein Neustart nicht auf einem halben Bild aufsetzt. Der Server ist ausschließlich per Schlüssel erreichbar, Passwort-Anmeldung ist abgeschaltet, eine Firewall begrenzt die erreichbaren Dienste.
Entscheidungen, die gegen uns arbeiten
- Kennzahlen erst ab einer Mindestmenge. Prozentwerte zeigen wir erst ab 30 abgeschlossenen Geschäften und drei Monaten Laufzeit. Darunter stehen nur die Anzahl der Geschäfte und der Beginn des Zeitraums. Eine Trefferquote aus zwölf Trades ist Rauschen, das gut aussieht.
- Live und Papierhandel getrennt beschriftet. Jede Zahl trägt ihre Quelle: mit echtem Kapital gehandelt oder simuliert. Beides wird nie zu einer Kurve zusammengefasst.
- Keine Rücktest-Zahlen als Ergebnis. Was auf der Performance-Seite steht, stammt aus tatsächlich abgeschlossenen Geschäften. Rückrechnungen benutzen wir zur Entwicklung, nicht zur Darstellung.
- Krypto nur dort, wo es zulässig ist. Krypto-Inhalte liefern wir nur abhängig vom Herkunftsland aus – und im Zweifel gar nicht: Fehlt die Herkunftsangabe, gilt der Inhalt als gesperrt. Das kostet Reichweite und ist so gewollt, solange die regulatorische Einordnung nicht geklärt ist.
- Keine Messung der Besucher. Diese Website enthält keine Reichweitenmessung, keine Werbetechnik und keine fremden Inhalte. Die Schriftart kommt vom eigenen Server, es geht keine Anfrage an Google.
- Neu kalibriert wird selten. Gewichte und Hebel werden einmal jährlich aus einem festen Zeitfenster neu bestimmt, nicht laufend an die letzte Marktphase angepasst. Ständiges Nachziehen erzeugt Kurven, die nur rückwärts stimmen.
Was wir nicht tun
Wir nehmen keine Kundengelder entgegen – das Kapital bleibt auf dem eigenen Konto des Kunden. Wir greifen nicht nach Gefühl in laufende Positionen ein. Und wir sagen keinen Handelserfolg und keine Rendite zu: der Handel mit Finanzinstrumenten kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Näheres im Risikohinweis.